Seniorenbowling in Pößneck
Trotz besten Wetters
kam es unter dem Motto „Sport treiben- vital bleiben“ auf der
Bowlingbahn im Malzhaus Pößneck am letzten Sonntagnachmittag ab 14 Uhr
zu einem Bowlingwettbewerb von nichtaktiven Seniorinnen und Senioren.
Eingeladen hatten Dirk Feyerabend, der Betreiber der Bowlingbahn und
Günter Zaake, der Seniorensportbeauftragte des
Saale-Orla-Kreisportbundes. Der Einladung waren 21 junggebliebene
Seniorinnen und Senioren gefolgt. In vier Durchgängen sollten die
Tagesbesten ermittelt werden. „Fange nie an, aufzuhören und höre nie
auf, anzufangen“ das dachten sich die Teilnehmer dieser schönen
Veranstaltung, denn einige waren das erste Mal zu einem solchen
Wettbewerb.Es war bereits die dritte Veranstaltung dieser Art und wird
bestimmt nicht die letzte gewesen sein, versicherten alle Anwesenden.
Bei Kaffee und Kuchen und später auch einem Bierchen kam es zu einem
spannenden Wettkampf. Trotz teilweiser gesundheitlicher Einschränkungen
schafften alle das Pensum, man konnte es ihnen ansehen, dass ihnen diese
Veranstaltung Spaß gemacht hat. 9 Frauen und 12 Männer zeigten auf vier
Bahnen ihr Können. Nach zähem Ringen erfolgte unter großem Beifall gegen
17 Uhr die Siegerehrung und die Übergabe der Pokale. Bei den Frauen
gewann Magda Kriens mit 451Pins (Schnitt von fast 113) vor Helga
Fichtler (424Pins) und Gisela Gehring (419Pins). Bei den Männern gewann
Wolfgang Potthoff mit 553Pins (Schnitt von fast 139) vor Günter Zaake
(535Pins) und Jürgen Ilfrich (515 Pins). Zum Schluss stellten sich noch
alle Teilnehmer zu einem Gruppenfoto und freuten sich auf die nächste
Veranstaltung dieser Art, die im Herbst dieses Jahres stattfinden wird,
wie sowohl der Betreiber, als auch der Seniorensportbeauftragte
versicherten.


Gut
besuchte und streitbare Mitgliederversammlung
Ziegenrück
(OTZ/U.L.). Vereine in finanzieller Schieflage und die Position des
Kreissportbundes (KSB) dazu − das war eine weitere Thematik, die in
Ziegenrück angesprochen wurde. Nachgefragt hatte Siegfried Franz,
Vorsitzender des VfR Bad Lobenstein. Nach seinen Worten gäbe es derzeit
Spekulationen darüber, dass der Blankensteiner Fußballverein mit einer
doch beträchtlichen Summe in der Kreide stünde. Vor zirka zehn Jahren
habe auch der VfR finanzielle Sorgen gehabt, „aber bis zum heutigen Tag
so gut wie alles Geld zurückgezahlt“. Was wird jetzt in punkto
Blankenstein passieren? Diese Frage richtete er auch im Namen der
Vereinsmitglieder an das Präsidium des Kreissportbundes. In seiner
Entgegnung bat KSB-Präsident Frank Roßner zunächst um Verständnis dafür,
dass man in dieser Frage zu einer öffentlichen Mitgliederversammlung
nicht ins Detail gehen könne. Blankenstein sei einer von drei bis vier
Vereinen, die im vorigen Jahr in eine Notsituation geraten wären. „Wir
haben die Auffassung, dass wir jedem Verein versuchen den Weg dahin zu
ebnen, dass er weiter existieren kann und dass die persönliche Haftung
der Vorstände ausbleibt“, stellte Roßner klar. Aber − das betonte der
Präsident − man erwarte dafür auch, dass die Vereine die Dinge offen auf
den Tisch legen, was nicht immer leicht sei. Erwartet werde weiter, dass
diese Vereine in der Sportlerfamilie mit den anderen zusammenarbeiten.
„Wir haben denen auch klare Forderungen auf den Tisch gelegt, was das
Verhalten in der Region betrifft“, so seine Worte. KSB-Vizepräsident
Klaus Wippert ergänzte in der Folge noch, dass es durch den
Kreissportbund in der Vergangenheit keine Zuwendungen in Form von
Zahlungen an in finanzielle Schwierigkeiten geratene Vereine gegeben
habe. Und das werde auch in Zukunft so bleiben. „Unterstützung heißt
selbstverständlich auch, Unterstützung bei der Aufnahme von Krediten“,
so Klaus Wippert.
Ronny Müller blickt auf 16. Kreisjugendspiele
Das Prädikat „sehr attraktiv mit doch einigen Höhepunkten“ vergab Ronny
Müller auf der jüngsten Sitzung des Kreissportbundes Saale-Orla für die
16. Kreisjugendspiele. Mit der Sportart Schach wurde diese
Wettkampfserie in Triptis beendet. Die zum Zeitpunkt der Veranstaltung
in Ziegenrück noch nicht vorliegende konkrete Auswertung wird dann
zeigen, ob man die angestrebte 2000-Teilnehmer- Grenze knacken konnte.
Viele positive Aspekte zeigte der Vorsitzende der Kreissportjugend auf.
So z.B., dass es für die Jüngsten im Kreis − die Vorschulkinder – in
Schleiz, Neustadt und Bad Lobenstein bereits zum 3. Mal um den „Pokal
des Landrates ging. Erstmals traten 30 Mannschaften aus den
Kindertagesstätten an. „Damit stößt das Organisationsteam der
Kreissportjugend langsam an seine logistischen Grenzen“, schätzte Ronny
Müller ein. Höhepunkt für die schulpflichtigen Mädchen und Jungen waren
die Wettbewerbe im Schwimmen und in der Leichtathletik. Mit 21 Teams im
Altersbereich der Grundschulen sei hier ebenfalls ein kleiner
Teilnehmerrekord zu verzeichnen gewesen. Eine Premiere erlebten die
Inline-Skater und die Radsportler auf dem Schleizer Dreieck. Mit dem
Auftakt war man bei der Kreissportjugend zufrieden − hofft aber, nach
einer wesentlich stärkeren Werbung, auf noch mehr Teilnehmer bei den 17.
Spielen. Da es 2010 auch wieder richtig viel Schnee gab, konnten im
Februar „interessante und hochemotionale Wettkämpfe im Skilanglauf“
rings um Bad Lobenstein ausgetragen werden. Die Schwimmer zogen von
Gefell nach Schleiz um. Auch wenn es hier für künftige Wettkämpfe auf
organisatorischem Gebiet sicher noch „Baustellen“ gibt, sprach der
Vorsitzende der Kreissportjugend davon, dass der richtige Weg mit der
Lokalität und dem Flair in der Kreisstadt eingeschlagen wurde. Kritisch
merkte Ronny Müller an, dass Vereine für die Kreisjugendspiele
Tischtennis gemeldet hatten − am Wettkampftag aber lediglich 2/3 der
Aktiven anwesend waren. „Große Unklarheiten gibt es noch in der Sportart
Fußball. Während wir den Weg über Schul- statt Vereinsmannschaften für
richtig halten, müssen für 2011 unbedingt Klarheiten über die Rollen und
Aufgaben von Kreissportjugend und KFA Fußball geregelt werden“,
unterstrich Müller. Wolf-Dietmar Pavel nahm „die Flanke“ der
Kreissportjugend auf und kündigte an, dass das im nächsten Jahr anders
laufen werde. Berichten konnte der Vorsitzende der Kreissportjugend dem
Gremium weiterhin, dass sich die Zusammenarbeit mit den Sportlehrern der
Schulen verbessert hat. Nach den Kreisjugendspielen ist immer auch vor
den Kreisjugendspielen. Seitens der Kreissportjugend strebe man in
Zusammenarbeit mit Vereinen und Schulen bei den „17.“ eine weitere
Verbesserung der Wettbewerbe in qualitativer und quantitativer Hinsicht
an. Hierzu werden nach Aussage von Ronny Müller beispielsweise die
Verlegung der Leichtathletik-Wettkämpfe von Tanna in die neu im Aufbau
befindlichen Sportstätten in Neustadt oder Pößneck sowie die Verlegung
der Judo-Kämpfe von Wurzbach nach Ebersdorf
Hilfsaufruf des Banzai-Karate E.T. an Region
Die Mitgliederversammlung des Kreissportbundes nutzte Frank Teuchert vom
Banzai-Karate E.T. Hirschberg/Saale, um eine Initiative des Vereins zur
Unterstützung des DRK Saale-Orla und damit zur Hilfe für die Kinder von
Shitomir vorzustellen. OTZ hatte bereits darüber berichtet, dass der
DRK-Kreisverband für Oktober wieder einen Transport mit Hilfsgütern in
die Ukraine plant. Von den Hirschberger Sportlern geht ein dringender
Aufruf an alle befreundeten Vereine, Kooperationspartner und
Einrichtungen mit der Bitte um Unterstützung. Wie Frank Teuchert vor den
versammelten Vertretern der Sportvereine unterstrich, sei das
Spendenkonto auch nicht mehr leer. Vergangenes Wochenende hatten die
Karate- Sportler ihren Saisonabschluss − in dessen Ergebnis konnten die
ersten 56 Euro bereits eingezahlt werden. „Vereine, die gern helfen
möchten, könnten zum Beispiel ihre Sommeraktivitäten − egal ob das
irgendwelche Saisonabschlussfeiern oder Sportfeste sind − nutzen und um
einen Obolus für die Kinder von Shitomir bitten.
Sportler mit
Nachwuchssorgen - Kreissporttag 2009
Oppurg (M.K.).
Mit fast unveränderter Mannschaft geht der Saale-Orla-Kreissportbund
seine Aufgaben in den kommenden drei Jahren an und sieht sich gut
gerüstet für die anstehende Amtszeit. Auf dem Kreissporttag am Mittwoch
im Barocksaal des Oppurger Schlosses wählte die Mitgliederversammlung
der 157 organisierten Vereine ein neues Präsidium mit bekannter Spitze:
Alter und neuer Präsident ist Landrat Frank Roßner aus Pößneck, ihm zur
Seite stehen als Stellvertreter Andreas Seidel (Tanna), Klaus Wippert
(Bad Lobenstein), als Schatzmeister Uwe Leithiger (Ziegenrück), als
Beisitzer Volker Klinghammer (Bad Lobenstein), Janine Oßwaldt (Pößneck),
Kurt Schwalbe (Ranis) sowie als Kassenprüfer die beiden Bodelwitzer
Marcel Tonndorf und Christoph Detko. Als Kreisjugendwart wurde von den
Mitgliedern Ronny Müller (Pörmitz) formell bestätigt. Die Neuwahl von
Müller obliegt dem Kreisjugendtag des Kreissportbundes.
Zu Beginn der
Veranstaltung gedachten die Anwesenden der verstorbenen Christine
Gebauer. Das Mitglied des SV Fortuna Pößneck war stark in der Kinder-
und Jugendarbeit engagiert und hinterlässt aufgrund ihrer aktiven
Tätigkeit eine große Lücke.
In seinem Bericht hob
Vize-Präsident Klaus Wippert die im Saale-Orla-Kreis vergleichsweise
große Vielfalt der Sportarten hervor, die dank der Möglichkeiten in
Sommer- und Wintersportarten sowie auf dem Wasser angeboten werden
könnten. „Wir müssen Traditionelles erhalten, aber auch Neues schaffen
für Menschen, die noch keinen Sport treiben oder dies nur sporadisch
tun“, sagte Wippert mit Sorge um den Mitgliederbestand in den eigenen
Reihen. Gab es 2006 noch 13431 Mitglieder, so sind derzeit 13119
Sportler in Vereinen organisiert. Mit einem Organisationsgrad von 14,5
Prozent der Bevölkerung im Sport liege der Saale-Orla-Kreis bei 50
angebotenen Sportarten unter dem Schnitt anderer Kreise, wie dem
Spitzenreiter in Thüringen Sömmerda (21,7 Prozent) oder dem
Nachbarlandkreis Greiz (15,7). Für neue Mitglieder müssten allerdings
die Vereine selbst sorgen, gab der Vizepräsident zu bedenken.
„Bei der Gewinnung von
Mitgliedern in den Vereinen haben wir aktuell Nachholbedarf“, stellte
der Geschäftsführer und Vereinsberater des Kreissportbundes, Helmut R.W.
Herrmann, fest. Die Zahl der Mitglieder im Kreis sei auch
ausschlaggebend für die Zuweisung von Landesmitteln beispielsweise bei
den Sachkosten, die den Kreissportbund und damit den Sport allgemein
stärken.
Auch in der
Kreissportjugend liege der Anteil der Kinder und Jugendlichen im Alter
zwischen sieben und 14 Jahren im Sport mit zehn Prozent aktuell unter
dem Landesdurchschnitt, stellte Ronny Müller fest. Dennoch konstatierte
der Kreisjugendwart eine „qualitativ hochwertige Arbeit“ bei den
vorhandenen Angeboten. Nach 1757 Teilnehmern an den Kreisjugendspielen
im Jahr 2009 gab Müller als Ziel für 2010 die Zahl von 2000 Teilnehmern
als Ziel aus. „Die Kreisjugendspiele sind eine gute Möglichkeit,
Jugendliche für den Sport zu begeistern“, sah Oliver Lenk vom Tennisclub
Schleiz eine Chance, um dem Mitgliederschwund in den Vereinen zu
begegnen. Wolf-Dietmar Pavel, Vorsitzender des Kreisfachausschusses
Fußball, verlangte eine bessere Unterstützung durch die Schulen. „Hier
gibt es einen enormen Nachholbedarf. Wir sollten uns ernsthaft mit der
Problematik Schule auseinander setzen, denn die Schulen sind ein
Schlüssel für uns“, sagte der Raniser.
Mit einem ernsten
Alarmzeichen konfrontierte Rolf Beilschmidt, Hauptgeschäftsführer des
Landessportbundes Thüringen, die Anwesenden in Oppurg. Eine Studie der
Sporthochschule in Köln, an der auch Vereine aus Thüringen eingebunden
sind, gehe davon aus, dass in naher Zukunft ein Drittel weniger
Ehrenamtliche für die Arbeit in den Vereinen zur Verfügung stünden. Der
Gast aus Erfurt nahm die Veranstaltung zum Anlass, all denen für ihr
Engagement zu danken, „die für einen bezahlbaren Sport sorgen“.
Namentlich würdigte er das Wirken von Karin Trunk, die beim vergangenen
Landessportlerball als Übungsleiterin des Jahres ausgezeichnet worden
war. „Ich hoffe, dass es noch nicht das Lebenswerk von Karin Trunk war,
denn sie wird noch Einiges vorhaben.“ Beilschmidt bescheinigte dem
Kreissportbund des Saale-Orla-Kreises eine „gute sportspezifische
Interessenvertretung.“ Ferner regte der Gast mehr Lizenzen im
Breitensport im Saale-Orla-Kreis an. Von 398 solcher Lizenzen beträfen
derzeit nur 53 den Breitensport. „Auch das hat was zu tun mit
verändertem Sportverhalten“, warb Beilschmidt für mehr Aktivitäten im
Bereich des Gesundheitssportes.
Traditionell war die
Mitgliederversammlung ein würdiger Rahmen für die Ehrung von
Übungsleitern, Sportlern und Veranstaltern, aber auch Partner des
Sportes wie Sponsoren und Bürgermeister. „Wir sind auch in Zukunft
jederzeit offen für Ehrungen und freuen uns über jeden Vorschlag“, warb
Geschäftsführer Helmut R.W. Herrmann unter den Mitgliedern. Nächster
Höhepunkt ist der 12. Sport- und Presseball mit Ehrung der besten
Sportlerinnen und Sportler am 6. November in der Wisentahalle in
Schleiz.

Bildunterschrift:
Sie stehen an der
Spitze des Kreissportbundes im Saale-Orla-Kreis (von links): Ronny
Müller, Uwe Leithiger, Helmut R. W. Herrmann, Janine Oßwaldt, Klaus
Wippert, Volker Klinghammer, Marcel Tonndorf und Christoph Detko. Auf
dem Foto fehlen die am Mittwoch beim Kreissporttag entschuldigten Frank
Roßner, Andreas Seidel und Kurt Schwalbe.
Foto: Mario Keim